Wenn Sie mit der Fähre nach Nekselø fahren, erwartet Sie ein ganz spezielles Erlebnis. Viele meinen nämlich, Nekselø sie die schönste Insel Dänemarks.
Die Tour startet am kleinen Hafen, wo es einen fantastischen kinderfreundlichen Strand gibt. Nekselø ist so klein, dass man durchaus an einem Tag ganz herumgehen kann – und die Wanderung lohnt sich. Denken Sie an Proviant, denn es gibt keine Einkaufsmöglichkeiten auf der Insel. Eine Toilette und Trinkwasser gibt es an der Hafenmole.
Es gibt zwei markierte Wanderwege, die sich durch die abwechslungsreiche Landschaft schlängeln.
Auf der Nordseite gibt es runde grüne Hügel und

vereinzelte Wasserlöcher, an der Westseite findet man steile grasbewachsene Steilküsten, die Natur ist rauer und windiger und die Aussicht ist fantastisch. Geht man weiter zur Südseite, kommt man an der kleinen Kirche vorbei, die 1931 eingeweiht wurde.
Der letzte Teil der Tour führt durch einen tiefen „wilden“ Wald, bevor man zum Hafen zurückkommt. Denken Sie an gute Wanderschuhe – das Gelände und die Wege eignen sich nicht für Fahrräder. Mit Kinderwagen und Bollerwagen sollte man nur auf den Kieswegen gehen.
Seltene Blumen und Tiere
Das ganz besondere Klima auf Nekselø ist warm genug für

Schwalbenwurz, Rosenmalve, Hirschwurz und Majoran, die normalerweise auf unseren Breiten selten sind. Nekselø ist auch für seine Rotbauchunken bekannt, die zu den am meisten bedrohten Tierarten in Nordeuropa gehören. An warmen Sommerabenden kann man die charakteristischen, tiefen, singenden Töne an den Seen hören.
Aufgrund der außergewöhnlichen Natur steht die ganze Insel seit 1951 unter Naturschutz.
Man muss gut auf die Natur aufpassen.
Die Insel muss begrast werden, weil sie sonst von Gebüsch und Bäumen überwuchert werden würde. Darum werden jedes Jahr im Mai 15 Kühe mit ihren Kälbern und ein Stier auf die Insel gebracht. Sie sind für die Naturpflege auf der Südseite der Insel verantwortlich, während ein Inselbewohner seine Schafe und Kühe auf der Nordseite stehen hat.
Obwohl es Stiere gibt, kann man auf die Weiden gehen – die Tiere sind damit beschäftigt zu grasen – und die Aussicht zu genießen.
So war das damals…
Nekselø ist in Privatbesitz und hat 21 feste Einwohner – 17 Erwachsene und 4 Kinder. Viele von ihnen haben ihr ganzes Leben auf der Insel verbracht. Einer von ihnen ist Roar Slots, 81 Jahre, der sich an die Zeit erinnern kann, in der es noch keine Fähre gab und man nur mit dem Pferdewagen nach Nekselø fahren konnte.
1967 machte er selbst die letzte Fahrt über das Riff – nun ist der Wasserstand zu hoch.
Als junger Mann ruderte Roar Touristen zur Insel. Der Fahrpreis betrug 25 Öre.